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Radlersonntag Fotos 2010
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Radlersonntag 2009
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Der Autor beim Radlersonntag

Der Autor: René Günnel

Seit es den Radlersonntag bei uns in Mülsen gibt, war ich fast in jedem Jahr mit dabei. Beim ersten Radlersonntag, der damals in Niedermülsen gestartet wurde, habe ich mich erst später eingeklinkt und bin ab den Mittagsstunden mit gefahren.

Es war schon sehr beeindruckend, wieviele Radler bzw. Gleichgesinnte an diesem Tag auf der Strecke unterwegs waren. An meinem allerersten Radlersonntag bin ich schätzungsweise zwischen 20 und 25 km geradelt. Beim zweiten Radlersonntag, wie die Streckenführung länger wurde, habe ich es dann schon auf 60 Kilometer gebracht, ein Jahr später auf weit über sechszig Kilometer. Kein Wunder, denn ich war vom Start in Niederschindmaas an dabei und habe so die Strecke ausgiebig genutzt. Das Wetter in den ersten beiden Jahren war ja auch so wunderbar, dass man gar nichts anderes konnte, als radeln aus Spass an der Freud’.

1996 habe ich mich mit unserem damals elfjährigen Nachbarsohn, Sebastian, gemeinsam auf den Weg an den Start nach Neuschönburg gemacht. Es war nicht gerade das Idealwetter, es war kühl und später regnete es, aber wir liessen uns davon nicht abbringen und sind vom Start weg losgefahren. Das Radlerfeld hatte uns im nu verschlungen. Von da an sind wir dann zunächst einige wenige Kilometer zusammen geradelt, verloren uns dann aber aus den Augen. Das war aber nicht so dramatisch. Sebastian und ich sind dann unsere eigenen Wege gefahren. Auch in den folgenden Jahren bis 2000 war ich immer mit dabei und habe ein ordentliches Pensum von bis zu 74 Kilometer absolviert. Oft bin ich die Strecke rauf und wieder runter geradelt oder eben umgekehrt. In all den Jahren habe ich immer Bekannte oder Verwandte unter den Teilnehmern gesichtet, manchmal sogar oftmals während einer Veranstaltung. So zum Beispiel bin ich immer eine gewisse Strecke mit meinen Onkeln und Tanten gefahren.

Als „Täve“ Schur im Jahre Millennium dabei war, stand ich unmittelbar neben ihm am Start in Neuschönburg. Das war natürlich etwas ganz Besonderes, zumal ich zu den vielen Bewunderern von „Täve“ in meiner Kinder- und Jugendzeit gehörte. Im folgenden Jahr 2001 habe ich mich entschieden, den Radlersonntag sausen zu lassen. Während an diesem Tag fast Zwanzigtausende bei herrlichem Wetter kräftig in die Pedale traten, war ich 360 Kilometer entfernt von meiner Heimat in Baden-Württemberg, bei meiner damaligen Freundin. Schon ein Jahr später war ich wieder mit dabei, allerdings nicht vom Start weg. Ich habe mich erst am Nachmittag aufs Rad geschwungen, bin aber nicht wirklich weit gekommen. In Mülsen St. Niclas fing es auf einmal an zu regnen und es kamen Schauerschübe, dass ich kurz vorm Amorsaal wieder umgekehrt bin und zuhause patschnass angekommen bin. Das wars dann schon für diesen Tag gewesen. Schade.


2003 habe ich mich dann wieder voll ins Getümmel gestürtzt und bin wieder meine 60 Kilometer durch den Mülsengrund geradelt. Zeitweise bzw. streckenweise habe ich meinen Vater dabei begleitet. Im Jahr darauf, als es sehr kühl und ungemütlich war, habe ich nur die halbe Strecke geschafft. Von zu Hause nach Neuschönburg und von da nach Hause zurück. Ab dann ging nix mehr. Ich war müde und von der kühlen Witterung total durchgefroren. Zwar war ich ganz gut gekleidet, aber wenn man auf dem Rad weitestgehend an der kalten Luft sich bewegt und nicht mal Handschuhe trägt, tut das sein Übriges. Mich hat es in diesem Zusammenhang auch gewundert, dass ich mir trotzdem keine Erkältung hernach eingefangen habe. Das Jahr 2005 war ebenfalls sehr kühl und von daher musste man sich wieder warm anziehen. In Niederschindmaas habe ich mich vom Start weg aufgemacht und bin bis zum Ziel nach Neuschönburg geradelt. Von hier aus ging es wieder den Mülsengrund hinab bis nach Stangendorf zum Gasthof, wo ich mir dann das Mittagessen genehmigte. Danach beschloss ich nach Hause zu fahren und habe an diesem Tag das Rad auch nicht mehr angerührt. Im Jahr 2006 ging es für mich wieder ab dem Startpunkt los, diesmal in Neuschönburg. Zunächst bis nach Thurm, von da erstmal nach Hause zurück und nach dem Mittagessen nochmal bis Mülsen St. Jacob, von da noch einmal bis zur Muldebrücke nach Schlunzig. Hier sagte mir mein Bauch: Fahr nach Hause, es wird bald ungemütlich. Und so kam es dann auch. Während zunächst über den bisherigen Tage des Wetter mit um die 11 bis 12 Grad noch recht mild und angenehm war, erwischte es mich bei der Heimfahrt von der Muldebrücke zurück ab Ortseingang Thurm ziemlich kalt: Dicke, heftige Schauer gingen hernieder. So war der Radlersonntag für mich zumindest gelaufen.

Besser gelaufen ist es für mich, wie für alle anderen Radler dann im Jahr 2007. Vor allem deshalb, weil das Wetter richtig gut gepasst hat. Beim Start in Niederschindmaas habe ich soviele Bilder wie noch nie vorher mit meiner Digitalkamera gemacht wie an diesem Tag. Und dabei ist es nicht geblieben. Ich habe weit über 130 Fotos vom Radlersonntag bzw. an der Strecke auf und ab auf den Chip gebannt, da hätte meine analoge Kamera gar nicht soweit gereicht, speziell für Filmrollen. Die Strecke bin ich mindestens zweimal abgefahren und danach noch mal zur Hälfte. So sind mindestens 60 Kilometer zusammengekommen. Im Jahr 2008 beim 15. Radlersonntag bin ich die Strecke nur noch innerhalb ihres Kernpunktes auf- und ab gefahren. Vornehmlich zwischen Thurm und Mülsen St. Jacob und einem Teil von Mülsen St. Niclas. Mit 29,75 Kilometer habe ich zwar das halbe Pensum vergangener Radlersonntag-Teilnahme-Fahrten erreicht, aber für meine „Bedürfnisse“ war das vollkommend ausreichend.

Dass es an manchen Radlersonntagen, vornehmlich an solchen, wo das Wetter perfekt zum radeln ist, an vielen Stellen manchmal kein Durchkommen ist, habe ich nur zu oft erleben müssen. Allerdings auch im negativen Sinne. Hin und wieder gab es an den Radlersonntagen Unfälle diverser Art. Auch mich hatte es im Jahr 2000 erwischt. Ich hatte dennoch richtiges Glück im Unglück. Nur ein paar Schrammen und Schürfwunden. Wie ich mein Salto vom Rad auf den Boden beendet hatte, stand ich auch schon wieder auf den Beinen. Und zum Glück hatte ich auch meinen Helm auf - nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn ich ihn nicht gehabt hätte. Insgesamt vier Fahrräder habe ich bei den bisherigen Radlersonntagen im Einsatz gehabt. Von diesen habe ich selbst nur noch eines: Ein 28er Trekkingbike der Marke „Pegasus“ (metallicblau). Aussedem steht im Keller noch ein 26er ATB der Marke „Flyke“ (blau-hellgrau). Mit dem „Flyke“ war ich dann das erste Mal beim 13. Radlersonntag im Jahr 2006 dabei.


Der Radlersonntag im Mülsengrund gehört für mich jedes Jahr zum Pflichtprogramm.
Ich bin mit dem Herzen gern dabei und gehöre ganz sicher zu seinen grössten Fans.
Schade nur, dass man das nur einmal im Jahr hat bzw. erleben kann und man sich immer wieder gern darauf freut, wenn es wieder Mai und der zweite Sonntag im Monat heran ist.
Und nicht zuletzt ist der Radlersonntag für mich Grund genug, ihm eine eigene Homepage zu widmen.
Ich hoffe, das ist mir mit diesen Seiten gelungen.