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Radlersonntag Fotos 2010
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Radlersonntag 2009
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Stimmen

„Warum sind Sie beim längsten Straßenfest Sachsens dabei?“

 

Rico Kneft (29), Speditionsarbeiter aus Crossen: Ich gebe es zu. Das erste Jahr musste mich meine Frau ziemlich bitten und betteln, damit ich überhaupt mitmache. Das ist jetzt bereits einige Jahre her. Nun bin ich die treibende Kraft, wenn's auf das zweite Maiwochenende zugeht. Es gibt aber auch wirklich nichts Besseres, als mit Kind und Kegel in Ruhe Fahrrad zu fahren, ab und zu mal für ein Bier oder eine Wurst anzuhalten und weiter zu radeln. Ganz ohne Stress. Das sollte man viel öfter machen.

Karin Hofmann (44), Ingenieurin aus Glauchau: Ich kann schlecht sagen, warum ich gerade hier mitmache. Immerhin zum siebten Mal. Es sind vielleicht die Leute. Einige davon kennt man schon, andere lernt man erst dadurch kennen. Andererseits ist es möglicherweise das Flair. Tausende Radfahrer unterwegs in einer Gemeinde. Auf nahezu jedem Meter entlang der Stecke gibt es Leckereien, lauschige Sitzplätze und Spielmöglichkeiten für die Kinder. Der Reiz liegt bestimmt in einer Mischung aus beidem.

Kurt Brüstner (55), Elektroniker aus Mülsen St. Jacob
: Ich entdecke zum Radlersonntag meine Gemeinde immer wieder neu. Jedes Jahr staune ich, was sich so alles verändert hat. Ein neues Eigenheim hier, der Abriss einer alten Bruchbude dort. Neu angelegte Grünflächen, sanierte Fußwege und Straßen. Davon bekommt man ja im Auto kaum etwas mit. Doch vom Fahrradsattel aus ist es immer wieder verblüffend.

Frances Wagner (32), Reiseverkehrskauffrau aus Meerane: Hier tritt wirklich alles an, was Pedalen unter den Füßen hat, vom Kleinkind bis zur Großmutter. Und das ist das Tolle. So viele Generationen und ein großes Fest. Jeder nimmt Rücksicht auf den anderen. Außerdem treffe ich immer Bekannte. Da hat man endlich mal die Zeit zum Plaudern, die man sich sonst kaum gönnt.

Rudi Volpers (64) aus Mülsen St. Jacob: Dass die ganze Familie hier mitradelt, ist immer mein einziger Wunsch zum Muttertag. Das klappt dieses Jahr bereits zum vierten Mal. Doch ich denke, meine Kinder und die Enkel würden mir den Gefallen auch ohne den Muttertag tun. Schließlich sind sie selber total begeistert von der Stimmung und dem Ambiente, den gut gelaunten Leuten und der Mühe, die sich die Orte mit der Ausrichtung geben.

Sophie Blüml (18), Schülerin aus Zwickau: Der Radlersonntag ist jährliches Pflichtprogramm. Da nimmt sich niemand von uns etwas anderes vor. Meine ganze Clique macht schon das sechste Jahr mit. Am besten sind die vielen kleinen Essbuden, Waffel- sowie Eiswagen und natürlich die Biergärten. Was man isst oder trinkt, trainiert man sich eben gleich wieder runter. Sehr praktisch.

Hans-Peter Pawlowski (44), Versicherungskaufmann aus Glauchau: Vor dem Radlersonntag kann ich mich selten zum Fahrradfahren aufraffen. Doch spätestens wenn ich die Strecke hinter mir habe, merke ich, dass ich lieber noch etwas für meine Kondition tun sollte. Das motiviert auf jeden Fall zum Trainieren über den Sommer hinweg.

Jens Küttner aus Glauchau: Weil es schön ist, einmal Rad fahren zu können, ohne auf Autos achten zu müssen. Und die Steigung im Mülsengrund ist ideal. Der Radlersonntag gefällt uns. Wir sind schon zum vierten Mal dabei.

Christine Sack aus Schneeberg: Es ist ein wunderschönes Ereignis. Da muss man einfach dabei sein. Und das jedes Jahr wieder.

Ramona Rudert vom Polizeisportverein Crimmitschau:  Weil es Spaß macht. Unsere Truppe fährt jedes Jahr mit. Wir sind begeistert.

Holger Krause aus Langenleuba-Niederhain: Ich bin das erste Mal dabei und kann nur sagen: Klasse. Nächstes Jahr komme ich bestimmt wieder.

Brigitte Göhring aus Glauchau: Man kann nicht nur radeln, sondern auch Kirchen und Museen besichtigen, die sonst geschlossen sind. Das gefällt mir.

Hildegard Gesell und Veronika Tölk aus Crimmitschau
: Es geht so gemütlich zu. Und wir haben gleichzeitig Bewegung.


Quelle: „Freie Presse“, Regionalausgaben Zwickau, 13. Mai 2002 und 12. Mai 2003